Lothar Mark schreibt an OB Kurz:
Künstlerhaus auf T 4-Areal
In der Diskussion um den Abriss der Sickingerschule meldet sich der Ex-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Schul- und Kulturbürgermeister, Lothar Mark, zu Wort. Er stellt in einem Brief an Oberbürgermeister Kurz die Frage, ob das Gebäude der Schule nicht „erhalten und einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden könnte”. Dafür macht er auch gleich einen Vorschlag. Nach der Generalsanierung des Herschelbads sollten die Räume dort ausschließlich für eine „wasserbezogene und gesundheitsorientierte Nutzung” zur Verfügung stehen. Er regt an, dass die Freie Kunstschule in das Gebäude der Sickingerschule ziehen könnte, um dort eine dauerhafte Bleibe zu finden. Mark könnte sich vorstellen, auch die Kunstakademie und andere Kultureinrichtungen dort unterzubringen, um ein „neues Künstlerhaus” zu schaffen.
Artikel vn heute, den 18. März 2010 im Mannheimer Morgen:
KREATIVER DURCHLAUFERHITZER
Von Redaktionsmitglied Annika Wind
Kultur kostet Geld – und mehr Kultur kostet mehr. Der Meinung waren in den vergangenen Monaten vor allem Mannheims Künstler, die monatelang für mehr Geld protestierten – mit Erfolg: Nach langen Diskussionen stockte der Gemeinderat den Etat für die Freie Szene um 475 000 Euro auf-135 000 Euro davon gehen an die bildende Kunst.
Doch was sollte man nun mit diesem Geld finanzieren? In einer Petition der Freien Kunstszene hatte es im vergangenen Jahr vor allem eine Forderung gegeben: Die Kunst braucht in Mannheim mehr Raum.
Liebe Freund/innen und Unterstützer/innen der Freien Kunstszene in Mannheim,
vor einigen Monaten sind wir angetreten die Situation für die freie Szene hier in Mannheim deutlich zu verbessern. In Form einer Petition haben wir einen Forderungskatalog aufgestellt, der von nahezu 400 Künstler/innen, Kulturvermittler/innen und Interessierten unterzeichnet wurden.
Es folgten viele Gespräche mit Verantwortlichen in Politik und Kultur, zahllose interne Diskussionen mit betroffenen Künstler/innen, eine fähnchenschwenkende Demo vor dem Sitzungssaal des Kulturausschusses und zwei öffentliche Veranstaltungen zum Thema, letztere vor kurzem im Schauspielhaus des Nationaltheaters.
Sonntag 21. Februar 2010 – 11:00 Uhr
Nationaltheater Mannheim, Schauspielhaus Freie Szene & Nationaltheater laden ein zur Diskussion KULTUR BRAUCHT VIELFALT ------------ Wir freuen uns auf die Diskussion
Wie kann die Vielfalt der Kultur und die „Freie Szene“ gesichert und ausgebaut werden? Was steckt hinter dem Begriff „Freie Szene“ und was hat sie mit dem Nationaltheater und den etablierten Kultureinrichtungen zu tun? Ist Kultur ein verzichtbares Sahnehäubchen oder elementarer Bestandteil einer Stadt die Zukunft haben will? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Vertreter des Nationaltheaters und der Freien Szene erstmals in einer gemeinsamen Veranstaltung.
Podium:
- Regula Gerber, Generalintendantin Nationaltheater Mannheim
- Burkhard C. Kosminski, Schauspieldirektor Nationaltheater Mannheim
- Sascha Koal, Theater im Felina-Areal und Vorstandsmitglied im Landesverband der freien Theater Baden-Württembergs
- Barbara Hindahl, Helene-Hecht-Preisträgerin und Vertreterin des Aktionsbündnisses freie Szene Bildende Kunst Mannheim
- Gabriele Oßwald, Zeitraum Exit Mannheim
Moderation: Rita Böhmer, artmetropol.tv
Langsam sieht es wirklich so aus, als ob die freie Szene mehr Förderung erhalten könnte. Hier ein Artikel des MAMO vom 5.2. in dem über die Debatte im Ausschuss des Gemeinderats berichtete wird.
http://www.morgenweb.de/region/mannheim/artikel/20100205_srv0000005383339.html
Mannheimer Morgen
01. Februar 2010
Das Interview: Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz über die Krise, das Sparen und die Vision von der Kulturhauptstadt “Wo wollen wir im Jahr 2020 stehen?”
Von S. M. Dettlinger und J.-P. Klotz
Mannheim in der Krise. Kürzungen in fast allen Bereichen. Auch einige Kultureinrichtungen müssen harte Einschnitte in Kauf nehmen. Über Sparen und Visionen sprachen wir mit Oberbürgermeister Peter Kurz.
Eine gute Nachricht, möglicherweise hat die Arbeit der freien Szene nun doch erste Früchte getragen, nun heißt es dranbleiben. Folgender Text stand heute im Mannheimer Morgen
Keine Kürzung des Kulturbudgets
Mannheimer Morgen, Peter W. Ragge
Viele Anrufer wundern sich. Ob überregionale Medien oder auswärtige Kommunalpolitiker – häufig wird Mannheims Kulturbürgermeister Michael Grötsch derzeit gefragt, um wieviel Prozent sein Kulturetat zusammengestrichen werden muss. Seine Antwort löst dann Überraschung aus: “Kein einziger Cent!” Tatsächlich gibt Mannheim nämlich, wenn der Gemeinderat dem jetzt vorliegenden Etatentwurf zustimmt, sogar mit über 46 Millionen Euro pro Jahr etwas mehr für die Kultur aus als bisher.
Interessante Zusammenfassung über das Buch “creative class” von US-Ökonom Richard Florida zur Debatte “Freie Szene” auf der Kunstplattform thing Frankfurt
Zum Jahresende eine die besondere Einladung:
Besinnlichen Auswertung der Etatrede von Herrn Oberbürgermeister Dr. Kurz im Gemeinderat.
Im Anschluss an die Sitzung oder spätestens ab 19.00 Uhr
im Jugendkulturzentrum FORUM, Neckarpromenade 46, Haltestelle Schafweide
gemütlich bei Gänsewein und trocken Brot
Wer: alle, die sich angesprochen fühlen, ganz gleich ob Kulturschaffende und/oder JugendarbeiterInnen und/oder freie Szene und/oder freie Träger oder oder oder …
Idee: zusammensitzen, interpretieren, diskutieren, sinnieren, kennenlernen, Pläne schmieden, …
Themen der Gemeinderatssitzung u.a.
- Vorbereitung einer Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt
- Haushaltsplan und Haushaltssatzung für die Haushaltsjahre 2010 und 2011 – Etatreden von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Erster Bürgermeister Christian Specht
- am Di. 22.12.09, ab 15 Uhr im Raatssaal des Stadthauses N1
Struktur: locker und eigeninitiativ, bitte weitersagen!
Jugendkulturzentrum Forum / Neckarpromenade 46 I 68167 Mannheim

Kulturpolitik: Vor interner Ausschusssitzung öffentliche Debatte um Förderung für die “Freie Szene” verlangt
Künstler demonstrieren im Stadthaus
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